Das Fotografieren von Metallobjekten mit Patina ist in den meisten Fällen aufwändig. Auf der einen Seite – wie in dem oben gezeigten Beispielobjekt - sind die Objekte sehr dunkel und müssen aufgrund dessen hell beleuchtet werden. In den meisten Fällen glänzt aber das Material stark, was zu unschönen weißen Flecken auf dem Foto führt in denen man das Material gar nicht mehr erkennen kann.

Durchaus ein Dilemma. Ein Polfilter schafft hier oft Abhilfe, da er die Spiegelungen verringern und damit die Aufnahme verbessern kann. Aus der Natur der Dinge heraus filtert dieser allerdings zusätzlich Licht heraus. Eine weit offene Blende verursacht in diesem Falls zwar wieder etwas mehr Lichteinfall, dafür aber eine geringere Tiefenschärfe.

So wird jede Aufnahme etwas Besonderes und manche der Objekte, die Anfangs relativ einfach erscheinen erweisen sich als Diva, die erst einmal einige Male fotografiert werden möchte, bevor sie auch auf dem Foto ihr schönstes Ich zeigen möchte. Ich empfehle hier zu variieren. Kamera-Einstellungen, die eben noch bei einem anderen Objekt toll funktioniert haben, können bei diesem völlig falsch sein. Manchmal macht es Sinn das Licht, den Standort oder auch die Kamera-Einstellung völlig zu verändern. Nach einer Weile lernt man, welche Objekte ähnlich sind, so dass man diese mit den gleichen Einstellungen fotografieren kann.

Auf jeden Fall sollte man vermeiden alle Spiegelungen zu filtern, denn dann wirken die wunderschön glänzenden Objekte nur noch matt und langweilig. Wie immer im Leben ist die Balance zwischen zu viel und zu wenig das Spiel bei diesen Aufnahmen im Album Objekte.